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Investigation Water into Wine: Five indicted for €20 million VAT fraud involving sales of diesel

Published on
Investigation water into wine trucks

German version below

(Luxembourg, 29 January 2026) – The European Public Prosecutor’s Office (EPPO) in Berlin (Germany) has brought charges against five defendants at the Regional Court of Magdeburg suspected of defrauding €20 million in unpaid VAT, and two of them for being members of a criminal organisation as well. This is the first indictment in the investigation code-named ‘Water into Wine’.

As previously reported, the defendants behind the fraud scheme are believed to have distributed so-called designer fuels, which are chemically modified products designed to elude taxation, using a complex chain of triangular transactions via several companies, in this case in Lithuania, Latvia and Hungary. 

Based on the evidence, the designer fuels are entering the German market via Poland, falsely declared as lubricating oil. Once they reach Germany, the products are allegedly relabelled and re-declared as diesel, to bypass energy taxes. This tactic breaks the traceability of the supply chain and conceals the true nature and origin of the products.

One of the defendants, acting as the non-formal managing director of two oil distributing companies, was arrested in June last year. Tax authorities had seized assets worth €3.1 million at the two oil distributing companies already in June 2024. 

In total, it is estimated that the illicit activities of the criminal organisations behind the Water into Wine investigations caused a loss of €45 million in unpaid VAT and over €90 million in excise duties since 2023 to the detriment of the German budget. Several of the suspected companies never paid either VAT or energy tax. 

This EPPO-led investigation was supported by tax investigation officers from Magdeburg, Bayreuth and Berlin, Potsdam, and customs investigation officers from Hannover/Magdeburg, Hamburg and Munich.

If convicted, the defendants risk sentences of up to ten years imprisonment.

All persons concerned are presumed innocent until proven guilty in the competent German courts of law.

The EPPO is the independent public prosecution office of the European Union. It is responsible for investigating, prosecuting, and bringing to judgment crimes against the financial interests of the EU.

 

Ermittlung „Water into Wine“: Fünf Personen wegen Mehrwertsteuerbetrugs in Höhe von 20 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf von Dieselkraftstoff angeklagt 

(Luxemburg, 29. Januar 2026) – Die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) in Berlin (Deutschland) hat vor dem Landgericht Magdeburg Anklage gegen fünf Personen erhoben, die im Verdacht stehen, Mehrwertsteuer in Höhe von 20 Millionen Euro hinterzogen zu haben, sowie gegen zwei von ihnen wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Dies ist die erste Anklage der EUStA im Rahmen der Ermittlungen „Water into Wine“.

Wie bereits berichtet, sollen die Angeklagten über zwei Mineralölfirmen in Sachsen-Anhalt sogenannte Designer-Kraftstoffe vertrieben haben, bei denen es sich um chemisch modifizierte Produkte handelt. Diese dieselnahen Produkte unterfallen nicht der Energiesteuer für Diesel; es sei denn, sie werden -wie hier- als Diesel genutzt. Für die Lieferung und zur Verdeckung der Lieferkette wurde eine komplexe Kette von Dreiecksgeschäften über mehrere Unternehmen im Inland und im osteuropäischen Ausland geknüpft. 

Den Feststellungen zufolge gelangen die Kraftstoffe -noch als Schmieröl deklariert- über Polen auf den deutschen Markt. In Deutschland werden die Produkte umgefüllt und als Diesel deklariert, um vorzuspiegeln, dass die Energiesteuer entrichtet wurde. Gleichzeitig stellen Scheinfirmen in Deutschland Rechnungen über die angebliche Lieferung von Diesel (nicht Schmieröl) an die Mineralölgesellschaft, mit denen ungerechtfertigt Vorsteuern geltend gemacht werden.

Durch den Einsatz von Scheinrechnungstellern ist zudem die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette gestört und wird die wahre Natur und Herkunft der Produkte verschleiert.

Einer der Angeklagten, der als informeller Geschäftsführer zweier Ölvertriebsunternehmen fungierte, wurde im Juni letzten Jahres festgenommen. Die Steuerbehörden hatten bereits im Juni 2024 Vermögenswerte im Wert von 3,1 Millionen Euro bei den beiden Mineralölunternehmen gesichert. 

Der Schaden, der allein durch die im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall „Water into Wine“ stehenden Organisationen in der Zeit zwischen Sommer 2023 und Herbst 2024 entstanden ist, bewegt sich in einem Volumen von mindestens 45 Millionen Euro an hinterzogenen Mehrwertsteuern sowie von über 90 Millionen Euro hinterzogenen Verbrauchsteuern zum Nachteil des deutschen Staats. Auch die Scheinfirmen haben mehrheitlich keine Steuern entrichtet. 

Die von der EUStA geleiteten Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit den Steuerfahndungsstellen in Magdeburg, Bayreuth und Berlin, Potsdam sowie den Zollfahndungen Hannover/Magdeburg, Hamburg/Rostock und München geführt.

Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

Alle betroffenen Personen gelten bis zum rechtskräftigen Urteil der zuständigen deutschen Gerichte als unschuldig.

Die EUStA ist die unabhängige Staatsanwaltschaft der Europäischen Union. Sie ist für die Untersuchung, Verfolgung und Anklage von Straftaten gegen die finanziellen Interessen der EU verantwortlich.